Naturwissenschaften und Technologie in der Kunst; Akademie der bildenden Künste Wien; Schillerplatz 3; 1010 Wien
Research > Projects > Documentation > IR-reflectography Print

Infrarot-Reflektografie

Bei der IR-Reflektographie wurde früher eine IR-Videokamera verwendet, die eine bis ca. 2200 nm Wellenlänge empfindliche Bildröhre beinhaltet. Der Nachteil dieser reflektografischen Methode lag in der schlechten Auflösung der erhaltenen Bilder (ca. 512 x 512 Bildpunkte). Daher mussten ensprechend viele Detailbilder aufwendig am Computer zusammengesetzt werden.

Osiris Infrarotkamera (Opus Instruments Ltd) und der InGaAs-ZeilensensorOsiris-Kamera (Opus Instruments Ltd) und der InGaAs-Zeilensensor

In aktuellen IR-Aufnahmesystemen kommen statt Bildröhren CCD- oder CMOS-Sensoren zum Einsatz. Bei der Osiris-Kamera (Opus Instruments Ltd) wird statt eines Flächensensors ein InGaAs-Zeilensensor (Indium-Gallium- Arsenid) verwendet, der eine entsprechend hohe Auflösung (4096 x 4096 Pixel) auf Kosten einer längeren Belichtungszeit ermöglicht. Da die bis 1700 nm empfindliche Scanzeile während der Bilderfassung (ca. 10 min) durch Schrittmotoren über das Bildfeld bewegt wird, sind Dauerlicht und eine entsprechend erschütterungsfreie Aufnahmesituation erforderlich. Die Ansteuerung der Kamera und die Bildverarbeitung werden von einer eigenen Steuerungssoftware übernommen. Bei grossen Objekten können mehrere Einzelaufnahmen kombiniert werden.

Vergleich Infrarot-Fotografie versus IR-Reflektografie