Naturwissenschaften und Technologie in der Kunst; Akademie der bildenden Künste Wien; Schillerplatz 3; 1010 Wien
Research > Projects > Documentation > IR-photography Print

Infrarot-Fotografie

Bei der analogen IR-Fotografie wird ein auf infrarotes Licht sensibilisierter Film verwendet (Sensibilisierung bis ca. 850 nm), der sich durch eine sehr gute Auflösung (ca. 15 Millionen Bildpunkte am Film) auszeichnet. Da auch in diesem Bereich der Fotografie der Wechsel auf digitale Aufnahmesysteme bereits vollzogen ist, sind entsprechende Filme nur mehr sehr eingeschränkt verfügbar.Spektrale Empfindlichkeiten verschiedener Infrarotkameras

Die Bildsensoren moderner Digitalkameras sind auf Lichtwellen bis ca. 1200 nm empfindlich und eignen sich somit für die IR-Fotografie. Für die konventionelle Fotografie ist daher ein IR-Sperrfilter vor dem Chip angebracht, um farbrichtige Aufnahmen zu ermöglichen. Entfernt man das IR-Sperrfilter, sind auch hochauflösende Digitalrückteile (bis 60 Millionen Bildpunkte) in der IR-Fotografie einsetzbar. Um den sichtbaren Anteil des Lichtes zu entfernen, wird ein IR-Filter (lässt nur infrarotes Licht passieren) vorgeschaltet.
Der Nachteil der IR-Fotografie liegt darin, dass manchmal blaue wie auch grüne Farbschichten nicht durchstrahlbar sind (z.B.: Absorption der IR-Strahlung von Azurit).